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Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.
Arbeitsring Lärm der DEGA

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ALD-Lärmspaziergänge

Bildquelle: fotolia.com/Coloures-pic

Auch im Jahr 2014 wurden ALD Lärmspaziergänge durchgeführt. Einer fand in Berlin und einer in Bremen statt.

Lärmspaziergang in Bremen:
Am 30.04.2014 fand zum 17. Tag gegen Lärm ein ALD-Lärmspaziergang in Bremen statt. Dieser war, soweit wir informiert sind, der erste seiner Art in Bremen. Er wurde gemeinsam mit dem VCD, Landesverband Bremen und dem Bremer Autonomen Architektur Atelier durchgeführt. Mit ca. 30 Teilnehmer/innen, u. a. auch Vertreter der örtlichen Presse, war er sehr gut besucht. Die Themen Lärmbelästigung und Lärmschutz wurden medial ausführlich aufgegriffen und so der Bremer Öffentlichkeit neu ins Bewusstsein gerückt. Somit also ein voller Erfolg!

Den vollständigen Bericht, dem auch die Route zu entnehmen ist, finden Sie hier.

Markus Tetens (T&H Ingenieure GmbH) war als Vertreter des ALD bei der Organisation und Durchführung aktiv beteiligt. Herzlichen Dank dafür!

Lärmspaziergang in Berlin-Wedding
Zusammen mit dem Projekt SCHÖNER SPRENGELKIEZ und dem VCD Nordost hat der ALD zum Tag gegen Lärm 2014 im Berliner Wedding einen Lärmspaziergang/Soundwalk durchgeführt.

Mit der Müllerstraße und der Sprengelstraße wurde von den 11 Teilnehmer/innen sowohl eine hoch belastete als auch eine relativ ruhige Nebenstraße aufgesucht. Der Spaziergang endete im Sprengelpark, wo der NABU einen "Einblick" in die dort vorherrschende Geräuschquelle, die Vogelstimmen, gab. An den einzelnen Stationen wurden Geräuschmessungen gemacht und die Teilnehmer/innen hielten ihre jeweiligen Eindrücke (nach Lautheit und Lästigkeit sowie als allgemeine Bewertung der jeweiligen Situation) auf Fragebögen fest. Die Orte wurden zudem mit der konkreten Lärmschutzpolitik in Berlin (Lärmkarten, Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Programme wie das laufende Schallschutzfensterprogramm) und einer allgemeinen Diskussion zum Lärmschutz und zur Wahrnehmung von Geräuschen verknüpft.

Das Beispiel der Sprengelstraße zeigte, dass sich selbst in dichten innerstädtischen Quartieren mit ihrer Blockrandbebauung fast idyllische akustische Bedingungen schaffen lassen: Im östlichen Teil der Sprengelstraße betrug der Kurzzeitmittelungspegel ca. 52 dB(A), womit die langfristigen und optimalen Zielwerte für die Verkehrslärmbelastung von 50/40 dB(A) tags/nachts (siehe ALD-Broschüre „Straßenverkehrslärm“) fast erreicht sind. Andere Quellen gewinnen dann an Bedeutung: Durch das zeitweilige Kirchenglockenläuten stieg der Pegel auf 58 dB(A). Grund für die "Ruhe" ist die geringe Verkehrsbelastung, da die nach Osten anschließende Verkehrsberuhigte Zone Durchgangsverkehr unattraktiv macht. Im westlichen Teil der Sprengelstraße sind die Belastungen deutlich höher, da dort auch relevanter Durchgangsverkehr stattfindet.
Der Sprengelpark war mit 51,5 dB(A) der leiseste Ort des Spaziergangs, dominiert vom Vogelgezwitscher. Die Vertreter des NABU wiesen auf die Adaption von Lautstärke, Frequenz und Zeitpunkt des Gesangs in lauten Innenstädten hin.

Im Übrigen: Lauteste Situation war während des Spaziergangs ein kurzzeitiger Platzregen mit 77 dB(A).