Termine

Aktuell keine Termine

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.
Arbeitsring Lärm der DEGA

Telefon:
+49 (0)30 340 60 38 02

E-Mail:
ald@ald-laerm.de

Lärmlexikon

B-Bewertung

Sie sollte die Frequenzabhängigkeit des menschlichen Ohrs bei →Lautheiten um 60 phon abbilden. Sie wird jedoch nicht mehr verwendet; stattdessen wird nur noch die →A-Bewertung verwendet.

Basilarmembran

Die Basilarmembran befindet sich in der Hörschnecke (Cochlea) des Innenohres, auf der das Cortische Organ mit den Haarzellen sitzt. Wenn Geräusche ins Innenohr übertragen werden, gerät die Basilarmembran in Resonanz. Für verschiedene Frequenzen geschieht dies jedoch an unterschiedlichen Stellen der Basilarmembran, so dass durch die jeweilige Übertragung an das Gehirn ein Tonhöhenunterschied wahrgenommen werden kann.

Baulärm

Auf Baustellen auftretender Lärm, der im Gegensatz zum Lärm stationärer Industrie- oder Gewerbeanlagen für eine begrenzte Zeitdauer, dafür aber auch in sehr empfindlichen Gebieten (z.B. Wohnungen) auftreten kann. Gesetzlich wird der Baulärm auf zwei Weisen begrenzt: Zum einen hat der Verordnungsgeber die →Schallemission bestimmter Baugeräte begrenzt und zm anderen müssen in der →AVV Baulärm genannte Immissionsrichtwerte eingehalten werden.

Baulicher Schallschutz

Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden, die nach Außenschallschutz (Fenster, Wände, Dächer) und Innenschallschutz (Luft-, Trittschallschutz, Schutz vor Hausinstallationsgeräuschen) unterschieden werden.
Die Regeln und die Mindestanforderungen für den baulichen Schallschutz sind in der Norm DIN 4109 enthalten. Für einen erhöhten Schallschutz, auch im eigenen Wohnbereich, kann die VDI-Richtlinie 4100 angewendet werden.

Belästigung

Eine der Hauptwirkungen des Lärms: Das Gefühl, einer unangenehmen Situation ausgesetzt zu sein, ohne sie wirksam beeinflussen zu können. Die Situation impliziert meist eine Störung "eigentlich" beabsichtigter Handlungen (z.B. Telefonieren, Schlafen, Erholen, Konzentrieren). Die Belästigung ist die mildeste Form der Lärmwirkung; sie kann jedoch bei Dauerbelastung auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.→Erhebliche Belästigung (Highly Annoyed, HA)

Binaurales Hören

Beidohriges Hören: Nur mit zwei Ohren kann eine Geräuschquelle lokalisiert werden. Hierzu werden die Abschattung durch die Ohrmuscheln und die Laufzeitunterschiede der beiden Ohrsignale im Gehirn ausgewertet.

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist das erste und bekannteste Umweltzeichen der Welt. Seit 1978 setzt er Maßstäbe für umweltfreundliche (auch lärmarme) Produkte und Dienstleistungen, die von einer unabhängigen Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden. Mit dem Blauen Engel werden Unternehmen für ihr Engagement im Umweltschutz belohnt. Sie können ihre umweltfreundlichen Produkte seriös am Markt bewerben. Der Blaue Engel ist ein ökologischer Leuchtturm, der Verbrauchern den Weg zum ökologisch besseren Produkt weist und umweltbewussten Konsum fördert.

Breitbandrauschen

Ein Geräusch, das eine relativ gleichmäßige Energieverteilung in einem breiten Frequenzband (mehr als eine Terz) hat. Das Band ist jedoch nicht so breit wie beim →Weißen Rauschen, aber breiter als beim →Schmalbandrauschen.

Brummton

Ein tieffrequentes Geräusch, dessen hauptsächliche Frequenzen unter 100 Herz liegen. Bei sehr tiefen Frequenzen kann keine Tonhöhe mehr gehört werden. Außerdem wirken diese Töne auf den gesamten Körper ein und können z.B. auch im Zwerchfell wahrgenommen werden.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. Weitere Informationen unter: Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen.

Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV)

Die Verordnungen zur Durchführung des BImSchG (kurz: BImSchV) konkretisieren im Einzelnen die Aufgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.
Die 16. BImSchV (Verkehrslärmschutzverordnung) von 1990 gilt nur für Straßen- und Schienenlärm. Sie enthält Ausführungen zum Anwendungsbereich und definiert den Begriff 'wesentliche Änderung'. Für Neubauten und wesentliche Änderungen von Straßen- und Schienenverkehrswegen werden Immissionsgrenzwerte und Sanierungswerte angegeben. Weitere Informationen unter: Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen.
Die 18. BImSchV (Sportanlagenlärmschutzverordnung) enthält Immissionsrichtwerte, Ruhezeiten und die entsprechenden Ermittlungs- und Beurteilungsverfahren. Weitere Informationen unter: Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen.
Die 24. BImSchV (Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung) von 1997 befasst sich mit der Durchführung von →passiven Schallschutzmaßnahmen an Verkehrswegen und gibt die erforderlichen Berechnungsgrundlagen an. Weitere Informationen unter: Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen.
Die 32. BImSchV (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung) dient der Umsetzung der EU-Richtlinie 2000/14/EG über umweltbelastende Geräuschemissionen von zur Verwendung im Freien vorgesehenen Geräten und Maschinen. Dort ist u.a. für verschiedene Geräte festgelegt, wo und wann sie eingesetzt werden dürfen. Weitere Informationen unter: Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Normen.