Termine

Aktuell keine Termine

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V.
Arbeitsring Lärm der DEGA

Telefon:
+49 (0)30 340 60 38 02

E-Mail:
ald@ald-laerm.de

Lärmlexikon

Lärm

Subjektive Geräuschwahrnehmung, in Abhängigkeit vom Schalldruckpegel, aber auch z.B. von der persönlichen Einstellung zur Schallquelle. Lärm ist jede Art von Schall, der stört oder belästigt oder die Gesundheit schädigen kann. (WHO 1972)

Lärmemission

Von einer Quelle abgegebener Lärm.

Lärmimmission

Einwirkender Lärm, z.B. auf ein Wohngebiet, eine Wohnung oder einen Arbeitsplatz. Hier ist nur eine passive Lärmminderung durch z.B. Schallschutzfenster oder Gehörschutz möglich.

Lärmkontingentierung

Um bei der Einwirkung mehrerer in der Planung befindlicher Gewerbeflächen sicherzustellen, dass es in der Summe aller Schallquellen zu keiner Überschreitung der Immissionsrichtwerte der →TA Lärm kommt, bekommen alle Gewerbeflächen je ein Lärmkontingent in Form von höchstzulässigen →immissionswirksamen flächenbezogenen Schallleistungspegeln, die in der Summe sicherstellen, dass es an keinem Wohnhaus in der Nachbarschaft zu Überschreitungen der Immissionsrichtwerte der TA Lärm kommt. Hierbei dürfen Abschirmungen durch dazwischen liegende Gebäude oder Geländeerhebungen nicht berücksichtigt werden. Insofern ist das Lärmkontingent jeder Fläche ein theoretischer Höchstwert.

Lärmminderungsplan

1990 wurde in das →BImSchG ergänzend der §47a Lärmminderungspläne (LMP) aufgenommen. Danach haben die Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständige Behörde die Aufgabe, Belastungen durch die einwirkenden Geräuschquellen zu erfassen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt festzustellen. Sie sind verpflichtet, Lärmminderungspläne aufzustellen, wenn ein abgestimmtes Vorgehen erforderlich ist, also beim Einwirken verschiedener Quellen.
Nach § 47a Abs. 3 sollen Lärmminderungspläne folgende Angaben enthalten:
1) die festgestellten und die zu erwartenden Lärmbelastungen
2) die Quellen der Lärmbelastungen
3) die vorgesehenen Maßnahmen zur Lärmminderung oder zur Verhinderung des weiteren Anstiegs der Belastung.
Die Gemeinden sind verpflichtet, die Maßnahmen durchzusetzen, allerdings werden keine Zeiträume oder Termine genannt.

Lärmschutzverordnung

→Bundesimmissionsschutzverordnung

Lärmwirkungen

Auswirkungen von Geräuschbelastungen, die das soziale, seelische oder körperliche Wohlbefinden mindern oder zu Krankheiten führen. Hauptaspekte der Lärmwirkungen sind:
- →Belästigungen (z.B. →Kommunikationsstörungen) und
- Gesundheitsschäden (z.B. →Lärmschwerhörigkeit, Folgen von Stresswirkungen, →Schlafstörungen).

Lautheit

Der psychoakustische Parameter Lautheit spiegelt die empfundene Lautstärke von Schallen sehr genau wider. Die Lautheitsempfindung, die mit dem Parameter Lautheit detailliert nachempfunden ist, hängt neben dem Schalldruck eines Signals auch von weiteren Signaleigenschaften ab. Beispielsweise beeinflusst die Dauer eines Geräuschereignisses die Lautheit, weshalb sehr kurze Ereignisse zu einer geringeren Lautheit führen als längere Geräusche trotz identischem Schalldruckpegel. Darüber hinaus spielt auch die spektrale Bandbreite eines Geräusches bei der Lautheitswahrnehmung eine Rolle. Breitbandige Geräusche werden bei gleichem Schalldruckpegel lauter als schmalbandige Geräusche wahrgenommen. Die Ursache liegt im Wesentlichen darin, dass das menschliche Gehör Geräuschanteile, die in ihrer Frequenz dicht beieinander liegen, in spezifischen Frequenzabschnitten zusammenfasst. Die Verarbeitung des akustischen Signals basiert auf der Separation des akustischen Signals in Frequenzbändern, den sogenannten Frequenzgruppen.
In diesem Zusammenhang müssen auch Verdeckungseffekte genannt werden. Die Verdeckung kann in drei Phänomene unterteilt werden, die Vorverdeckung, die Simultanverdeckung und die Nachverdeckung. Dabei werden bestimmte Signalanteile durch andere Signale bzw. Signalanteile maskiert und tragen damit nicht zur Lautheitsempfindung bei.
Die Lautheitsskala wurde derart entwickelt, dass die Wahrnehmung der Lautstärke auf einer linearen Skala abgebildet wird. Dafür wurde ein Referenzsignal, ein Sinuston mit der Frequenz 1 kHz und einem Schalldruckpegel von 40 dB, definiert, der die Lautheit 1 sone besitzt. Da es sich bei der Lautheit um eine verhältnisskalierte Größe handelt, entspricht die Lautheit doppelt so laut empfundener Signale 2 sone. Eine Verdopplung der Lautheit eines Signals kann ungefähr erreicht werden, wenn das Signal um 10 dB verstärkt wird.

Lautstärke

Das physikalische Attribut der Stärke eines Schalls. Wird meist als Schallpegel in →Dezibel angegeben, mitunter auch als Schallintensität.